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Die Zukunft kommt näher ;-)

Dezember 31, 2008

Irgendwie hab ich’s ja schon immer geahnt: Die Welt läuft nicht ganz rund! Ja, die Erde bewegt sich nicht ganz nach Plan! Und um genau zu sein: Die Erde dreht sich immer langsamer!
Kein Wunder also, dass auch bei mir im vergangenen Jahr nicht alles rund gelaufen ist! Von wegen ich bin oft zu langsam oder zu spät dran! Ich hab mich nur der Erdrotation angepasst! So ist das!

Dies ist durchaus keine Erfindung von mir, um zurückliegende Unregelmäßigkeiten in meinem Leben zu rechtfertigen, sondern das ist eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache.
Die Erde schlackert im Innern und den exakten regelmäßigen Dreh um die eigene Achse bekommt sie auch nicht hin!
Deshalb dauert 2008 heute einen Augenblick länger, nur von der Dauer eines Herzschlages, in Form einer Schaltsekunde. Eine Sekunde, die das Jahr 2009 richten und in regelmäßige Bahnen lenken soll.

Doch wie ich die Zukunft kenne, wird es nicht lange dauern, bis sie aus der Reihe tanzt und das alltägliche Leben wieder völlig von der Erdrotation losgekoppelt ist.
Nur ein kleiner Zusammenprall von Gewesenem und Bevorstehendem und schon läuft alles wieder außerplanmäßig.
So ist das. Das sind einfach Naturgewalten. Und wer verwag Naturgewalten schon aufzuhalten? Ich bestimmt nicht. Dazu bin ich nicht groß genug und hab zuwenig Krafttraining gemacht… 😉

Also, das war es dann wohl mit 2008.
Das Jahr ist ganz und gar nicht rund gelaufen und vom neuen Jahr darf ich das wohl auch nicht erwarten. Schließlich läuft die Welt ja auch nicht rund!
Man muss es eben als gegeben hinnehmen, dass im Laufe eines Jahres Dinge geschehen, die einen vollkommen aus der Bahn werfen, oft auch völlig unerwartet.
Und dann muss man halt zusehen, dass man sich schnellstmöglichst wieder aufrafft.

Im April habe ich mir gewünscht, die Erde würde anhalten, ich könnte die Zeit zurückdrehen und Louis würde mir nicht aus dem Leben entrissen.
Doch die Welt drehte sich weiter, auch ohne ihn, und dreht sich noch (, wenn auch nicht ganz rund…)
Aber auf Einzelschicksale kann die Welt eben keine Rücksicht nehmen.
So ist das.

Ich musste zum ersten Mal in meinem Leben erfahren, wie unfair das Leben sein kann, dass selten etwas nach Plan geht und die Zukunft immer ungewiss ist. Zum ersten Mal kam ich mit einem tiefen Schmerz in Berührung, mit einer sehr tiefen Trauer wegen dem Tod eines Lebewesens. Es war für viele „nur“ ein Kater, doch für mich war er wie ein Familienmitglied, dessen Tod mich hart und schockartig traf. Noch nie zuvor hatte mich ein Tod so erschüttert und zornig gemacht.

Ich musste begreifen, wie plötzlich ein Leben zu Ende sein kann und wie sehr so ein Verlust schmerzt. Man versucht, das Unbegreifliche zu begreifen und schafft es doch nicht.
Stattdessen wird einem bewusst, wie leicht man das was man liebt für immer verlieren kann.

Ebenso wurde mir klar, das Louis Tod wohl nur der bittere Vorgeschmack von noch größerem Schmerz und Trauer ist, wenn irgendwann mal ein geliebter Mensch sterben wird, wie z.B. meine Omas oder meine Eltern.
Diese Endlichkeit des Seins lässt mich erschaudern. Und ich weiß nicht, wie und ob ich jemals damit umgehen kann.

Doch trotz allem Schmerz hab ich dieses Jahr auch gelernt, dass nichts so schlimm sein kann, dass es nicht noch für irgendwas gut sein kann.

So makaber es in diesem Zusammenhang auch wirken mag, es ist was wahres dran. Denn man wächst auch an widrigen Umständen.

Wie schlimm mich auch Louis Tod getroffen hat, ohne seinen Tod hätte ich Rossi nicht aus dem Tierheim geholt. Und Rossi geht es bei mir bestimmt besser als im Tierheim. Ich mag ihn nicht mehr missen. Er bereichert mein Leben, genauso wie meine beiden anderen Fellnasen Happy und Fidel.

Vielleicht muss das Leben so sein, vielleicht müssen Freud und Leid so nah beieinander liegen, damit man das Leben und das Glück erst zu schätzen weiß.

Nun hatte ich so übermütig und aufgedreht den Eintrag zu schreiben begonnen und dann bin ich in so traurige Themen abgedriftet.

Aber so ist das Leben: voller Höhen und Tiefen.
Und ganz bestimmt wird 2009 nicht anders sein. Ich würde mich schon arg wundern, wenn im nächsten Jahr alles glatt laufen würde.

Aus diesem Grund wünsch ich mir und der Welt fürs nächste Jahr viel Kraft und Stärke um alle Widrigkeiten im Leben gut zu überstehen!

Ich wünsch euch allen einen guten Rutsch!

Mel.

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2 Kommentare leave one →
  1. Januar 9, 2009 9:00

    Die Aussage, „Ich habe mich der Erdrotation angepasst“ ist einfach nur herrlich. Wenn ich das nächste Mal zu spät dran bin, werde ich das als Entschuldigung bringen. Klasse!!!

    Schönes Wochenende

  2. Februar 2, 2009 9:00

    tziz
    lauter Spinnweben hier …
    😉

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